Sat, Feb 07 – Hamburg - Fischhalle Harburg - THE SOUND MY MIND MAKES release show (Tickets)

Am 7. Februar 2026 präsentiert Dirk Darmstaedter in der Fischhalle Harburg (Hamburg) erstmals live die Songs seines neuen Soloalbums The Sound My Mind Makes. Das Album erscheint im März 2026 auf Vinyl, CD und digital.

The Sound My Mind Makes ist das Ergebnis eines ungewöhnlich langen und konzentrierten Arbeitsprozesses. Über einen Zeitraum von drei Jahren entstand ein Album, das sich bewusst von gängigen Pop-Konventionen entfernt. Der Ausgangspunkt lag im Sommer 2022 in einem alten Steinhaus an der bretonischen Küste: Jeden Tag ein neuer Track, oft rein instrumental, ohne Text oder Melodie, aufgenommen aus dem Moment heraus. Am Abend wurde gemischt – und dann losgelassen.

Aus 27 solcher Skizzen wählte Darmstädter schließlich zehn Stücke aus, an denen er in den folgenden Jahren weiterarbeitete. Songs, die zusammengehören, weil sie weniger nach außen schauen als nach innen. Weniger Stilfrage, mehr Zustand. Das Album folgt keiner Mode, sondern einer inneren Logik – ruhig, konzentriert, offen, manchmal sperrig, immer persönlich.

Das Release-Konzert in der Fischhalle Harburg ist keine klassische Plattentaufe, sondern ein Soloabend und zugleich eine Art Homecoming Show. Der Ort liegt nur wenige Minuten von Darmstaedters Zuhause entfernt – ein bewusster Rahmen für ein Album, das stark aus Rückzug, Nähe und innerer Bewegung entstanden ist.

Im Mittelpunkt stehen die neuen Songs von The Sound My Mind Makes: reduziert gespielt, nah erzählt, mit viel Raum für Zwischentöne. Ergänzt wird das Set durch ausgewählte Stücke aus Darmstädters Soloarbeit und aus seiner Zeit mit The Jeremy Days – Lieder, die sich in diesem Kontext natürlich anfühlen.

Ein Abend für neue Songs, vertraute Stimmen und den Raum dazwischen.


Grelle Neonlichter, Straßenlärm, Menschengedränge auf der Hamburger Reeperbahn. Hiervon war circa einhundert Meter weiter im Kukuun sporadisch etwas zu hören oder zu sehen. Die Gäste freuten sich auf den dritten „Hootenanny“-Abend 2017 in der Hansestadt. Was ist das besondere an diesen Konzerten (Hootenanny=spontanes Volksliedersingen)? Es ist nichts so, wie an den vorigen oder kommenden akustischen Abenden. Sicher ist nur, es wird improvisiert und man begibt sich auf eine abenteuerliche Musikreise. Allerdings sind keine Volkslieder, sondern Songs von den Jeremy Days, Cassity und Me and Cassity zu hören. Das alles ist die Geschichte von Dirk Darmstaedter, auf dessen Reise er seine Zuhörer mitnimmt. Immer anders, immer überraschend. Er selbst sagte einmal über sich, er sei der Musik verfallen und das bewies er eindrucksvoll. Obwohl Dirk Damstaedter seit über dreißig Jahren im kommerziellen Musikbusiness unterwegs ist, hat er sich seine Spielfreude und den Spaß an der Musik erhalten - als schien er gerade erst am Anfang seiner Laufbahn zu stehen. Sein Publikum holte er umgehend mit den ersten Songs ab und spätestens bei „Brand new toy“ saßen sicher alle mit im musikalischen Boot. Ein weitgereister Gast sagte: „Ich kenn eigentlich nur den einen Song, aber die anderen Lieder sind auch klasse. Es ist unfassbar, wie begeistert Dirk Darmstaedter spielt und was für eine Show er hier bietet“. Für diese Show brauchte es nicht wirklich viel. Lediglich der Sänger und seine Band, bestehend aus Lars Plogschties am Schlagzeug, David Rieken an der Gitarre und Ben Schadow am Bass füllten die kleine Bühne und den Raum mit ihrer sichtbaren Begeisterung zu spielen voll aus. Was machte diese Reise so besonders? Die Musik mit Herz, Seele und Verstand. Feinsinnige, emotionale Texte unterstrichen mit grandiosen Popmelodien in Reinkultur, die der Künstler heute wie früher in seiner Küche komponiert. Dirk Darmstaedter ist authentisch und macht, was ihm gefällt und das ist einfach rund. Einen Lieblings-Song zu benennen fällt schwer. Vielleicht lohnt es, den einen oder anderen hervorzuheben. Wunderschön, wie gefühlvoll er die Ballade „I won´t give up on you“, die er für seinen Sohn schrieb, interpretierte. Auch das unglaublich leicht klingende „Pop Guitars“ ist erwähnenswert. Morrisseys „Everyday is like Sunday“ hat als Dirk Darmstaedter-Version ebenfalls kurz vor Schluss einen markanten Punkt gesetzt. Die wunderschöne improvisierte Reise in die Welt des sympathischen Sängers mit unvergesslichen Momenten endete nach ungefähr zwei Stunden, die gefühlt rasend und viel zu schnell vorüber zu gehen schienen. Doch die nächsten stehen schon wieder an. Der vierte „Hootenanny“-Abend wird am 22. Dezember 2017 neue Überraschungen hervorbringen. Und wieder wird alles anders sein, als an den anderen Abenden, bis auf die Musik, die im Ohr und im Herzen bleiben wird.

03.11.2017 Sabine Vierus / unser-luebeck.de

Grelle Neonlichter, Straßenlärm, Menschengedrängel